Die richtige Passform
1. Passende Schuhe müssen immer länger sein als der Fuß (ca. eine Daumenbreite) - und zwar vor den Zehen!
Füße brauchen im Schuh zur Bewegung Raum vor den Zehen. Beim Abrollen wollen sich die Zehen nach vorne schieben. Wird das durch zu knapp sitzende Schuhe (auch Strümpfe) verhindert, werden Zehen mit jeder Bewegung gestaucht.
2.
Ein zu weiter Schuh muss durch einen schmaleren Schuh ersetzt werden nicht durch einen kürzeren Schuh.
Obwohl wir beim Schuhkauf die Schuhe meist nur der Länge nach aussuchen (z.B. Größe 39), sprechen wir davon, dass die einen Schuhe weit ausfallen, andere dagegen schmal und manche gut sitzen. Wir sprechen also meist nur indirekt von der Schuhweite - obwohl sie für die Passform von großer Bedeutung ist.
Vor allem Menschen mit schmalen Füßen neigen dazu, Schuhe zu kurz zu kaufen. Viele Schuhe sind ihnen zu weit. Sie rutschen beim Gehversuch mit den Zehen nach vorn in die Zugabe, während der Schuh hinten an der Ferse schlappt. Oft wird dann eine kürzere Größe gewählt, da die weiten Schuhe zu groß empfunden werden.
Die alte Schusterregel lautet "lieber länger und enger". Dabei bezieht sich "enger" auf die Schuhweite über der Ballenlinie, nicht der Schuhspitze. Zu weite Schuhe sind immer auch zu kurz. Der zu kurze Schuh schädigt Füße, egal ob die Spitze des Schuhs schlank zuläuft oder breit verrundet ist. Auch sogenannte "Gesundheitsschuhe" mit Naturform und Zehenspielraum zur Seite und nach oben schaden, wenn sie nach vorn, vor den Zehen, nicht ausreichend Raum zum Abrollen lassen.
Kinderfüße richtig messen.
Bei Kinderfüßen sprechen die Mediziner von einer "relativen Schmerzunempfindlichkeit". Dadurch können Kinder, anders als Erwachsene, keine sichere Auskunft geben, ob Schuhe passen. Auch Daumendruck funktioniert bei ihnen nicht. Deshalb sind Kinder besonders gefährdet, unbemerkt zu kurze Schuhe zu tragen. Als Hilfe gibt es das Kinderschuh-Servicesystem WMS mit einem Fußmessgerät und Schuhen, die in Länge und Weite den WMS-Richtlinien folgen und entsprechend ausgezeichnet sind. Die Schuhe selbst können von unterschiedlichen Herstellern sein, wichtig ist, auf das WMS-Zeichen im Schuh und/oder am Karton zu achten.
Passform und Derbyverschluss
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Der Derbyschnitt bezieht die Seitenteile beim Verschließen sehr stark mit ein. Er ist dadurch sehr flexibel und für hochgesprengte wie flache Füße geeignet. Mit dem Derbyschnitt kann die Schuhweite (Umfang über dem Spann) bestens angepasst werden. |
Passform und Blattverschluss
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Die Eignung, Füße unterschiedlichster Gestalt flexibel von den Seiten zu fassen, ist geringer als beim Derbyschnitt. Die Seitenteile können nur über der aufgespaltenen Blattmitte zusammengezogen werden. Der 'Zug' reicht nicht hinunter bis zum Sohlenrand. Flache Füße, aber auch hochgesprengte Füße haben Probleme, in Modellen mit Blattschnitt guten Halt zu finden. Bei flachen Füßen neigen Modelle mit Blattschnitt zum Faltenwurf, da nicht fest genug geschlossen werden kann (die Kanten stoßen aneinander). Bei hochgesprengten Füßen kann zu festes Schnüren (die Kanten neigen dazu, auseinanderzuklaffen) die Blutzirkulation einschränken. |
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