Spurensuche in Afrika. Pretty Pastells. Preppy Look und Colourblocking. So heißen die Themen des Schuhmodesommers 2012, die das Deutsche Schuhinstitut der Presse am 1. Februar in Frankfurt präsentierte. Der klirrenden Kälte trotzend folgten rund 30 Medienvertreter, darunter TV-Stationen, Radiosender, Printmedien und Presse-agenturen, der Einladung ins sommerliche Ambiente der Bar ‚Im Herzen Afrikas‘, um sich auf die neuen Farben, Formen und Materialien der Schuhmode einzustimmen.

So viel steht fest: Das Thema Colourblocking mit seinen intensiven, knalligen Farben sorgt selbst bei Minustemperaturen für gute Laune. Optimismus und Lebensfreude versprühen Keilsandaletten, Ballerinas und Mokassins in Korallenrot, Grasgrün, Sonnengelb oder Kobaltblau. Wer es weniger knallig mag, darf sich auf zarte Pastelltöne freuen. Peeptoes zeigen sich im angesagten Nude-Look, Sling-Pumps in Apricot oder Minttönen. Bei den Materialien gewinnen Glanz und Metallisés wieder an Bedeutung. Edle Nappa- und Nubukqualitäten bleiben wichtig. Ein Hauch von Exotik kommt durch handwerkliche Flechtungen und schillernde Python-Prints ins Spiel. Neben natürlichen Farbnuancen liegen hier auch Multicolor-Optiken im Trend. Kein Sommer ohne maritime Einflüsse! Die blau-weiß-rote Thematik zeigt sich in dieser Saison mit Retro-Allure. Streifen und Ringeldessins werden durch Pünktchen und Polka-Dots ergänzt und lassen den Capri-Chic der 50er-Jahre aufleben.

Auch die neue Herrenschuhmode treibt es bunt. Voll im Trend liegt ‚Mann‘ mit Loafern oder Bootsschuhen in Facebook-Blau. Helle Sohlen, farbige Kontrastnähte und handschuhweiche Leder unterstreichen die sommerliche Leichtigkeit. Budapester in frischen, verjüngten Optiken, Sneaker und Desert Boots ergänzen das Spektrum für ihn im Schuhmodesommer 2012.
Offenbach, 1. Februar 2012
Der frühe Vogel fängt den Wurm. Das gilt auch für die MODEUROP COLOUR CARD in Echtleder für die Saison Frühjahr/Sommer 2013, die ab sofort erhältlich ist. Dank des frühen Ausgabetermins der Colour Card können Hersteller und Designer bereits jetzt mit den neuen Farben und Trends arbeiten. Die COLOUR CARD enthält neben dem Lederblock eine CD-Rom mit wichtigen Informationen zur Verwendung der Farben und zahlreichen stimmungsvollen Bildern, die die einzelnen Colour Stories beschreiben. Die insgesamt 22 Farben wurden in die Themen LUMINOUS BRIGHTS, POWERED PASTELS und VIVID NATURALS eingearbeitet. Zusätzlich wurden diese mit Pantone-Nummern gekennzeichnet, um eine noch korrektere Farbabstimmung zu ermöglichen. Wie bisher wurden die Lederfarben auf das modische Textilangebot der wichtigsten europäischen Produktionsländer abgestimmt und durch ‚technische Materialien’ ergänzt. Die Texte und Farb-Collagen sind in Deutsch und Englisch abgefasst. Die Farbmuster lassen sich leicht entnehmen, was ein praktisches Handling ermöglicht.

Bestellung der MODEUROP COLOUR CARD Frühjahr/Sommer 2013 per
Telefax : + 49/69/ 81 28 10 oder
oder postalisch bei
MODEUROP – Fashion Pool im DSI
Deutsches Schuhinstitut GmbH
Berliner Str. 46
63065 Offenbach am Main
Die COLOUR CARD inkl. CD-ROM kostet im Einzelversand € 82,50 zzgl. MwSt.,
das Jahres-Abonnement kostet € 135,00 zzgl. MwSt.
Die Schuhstadt Pirmasens stand am 8. Dezember ganz im Zeichen aktueller Umwelt- und Schadstoffthemen. Mehr als 40 Vertreter aus Industrie und Handel kamen im ISC (International Shoe Competence Center) zur Mitgliederversammlung der unter dem Dach des Deutschen Schuhinstituts angesiedelten Kooperation CADS zusammen, um ebenso neue wie interessante Einblicke in die brisante Materie zu erhalten. DSI-Geschäftsführer Manfred Junkert stellte die Bedeutung der vor zwei Jahren gegründeten Kooperation, zu der mittlerweile 58 Mitglieder gehören, heraus: „Unser dringlichstes Anliegen ist es, das Wissen über Schadstoffe zu bündeln und an alle Unternehmen weiterzugeben, die sich mit der Herstellung und dem Handel von Schuhen und Lederwaren beschäftigen. Die Internationalisierung unserer Arbeit genießt dabei einen besonders hohen Stellenwert.“ In 2012 wird CADS seine Aktivitäten unter anderem in China an verschiedenen Produktionsstandorten mit Seminaren und Workshops verstärken.

Nicht nur vor dem Hintergrund der zum Teil sehr reißerisch und wissenschaftlich nicht immer nachvollziehbar gestalteten Presseberichte setzt sich CADS für mehr Transparenz und nachvollziehbare klare Richtlinien ein. Hochkarätig besetzte Expertengruppen widmen sich spezifischen Themen wie z.B. der Vermeidung bzw. Einschränkung von VOCs (Volatile Organic Compounds) bei der Bekämpfung von Schädlingen und Schimmel und der Erarbeitung gemeinsamer CADS-Richtlinien im Sinne der Schadstoffvermeidung. „Ziel ist eine komplett schadstofffreie Produktion“, sagt der CADS-Vorsitzende Michael Tackenberg und betont, dass die CADS angeschlossenen Unternehmen schon heute freiwillig weit über die gesetzlich geregelten Parameter hinaus auf kritische Substanzen bei den für die Schuhherstellung verwendeten Materialien verzichten.
Deutsche als Weltmeister der Panikmeldungen
Ist der Schuh ein Risikoprodukt? Diese Frage können die CADS angeschlossenen Unternehmen mit einem klaren Nein beantworten. Die Notwendigkeit sich dennoch intensiv mit Umwelt- und Schadstoffthemen auseinanderzusetzen, machten die Vorträge von Dr. Helmut Krause (Institut Fresenius) und Dr. Kerstin Schulte (PFI) deutlich, die sich den Themen ‚Schadstoffe in Schuhen’ und der ‚Technischen Umsetzung von Qualitätsanforderungen’ widmeten, während Uwe Thamm (ISC) die Inhalte des vom Umwelt Bundesamt herausgegebenen Umweltleitfadens für die Textil- und Schuhbranche skizzierte.

v.l.n.r.: Andreas Tepest, Uwe Thamm, Manfred Junkert,
Michael Tackenberg, Dr. Kerstin Schulte
Dass die Verunsicherung der Verbraucher durch die vielen, teilweise verwirrenden Berichte in den Medien gewachsen ist, bestätigt nicht zuletzt Prof. Dr. Walter Krämer, Autor und Dozent an der Technischen Universität Dortmund. Ob Schweinegrippe, BSE oder Dioxinhysterie – die Deutschen neigen besonders schnell zu Panikmache, ist der Wissenschaftler überzeugt. In seinem ebenso informativen wie nachdenklich stimmenden Vortrag machte er deutlich, warum gerade hoch entwickelte Mitteleuropäer sich vor falschen Dingen fürchten. „Zahlen werden verdreht, Statistiken verzerrt dargestellt, das Wort Dosis komplett ignoriert“, so Krämers Urteil über die deutschen Medien, denen er den fragwürdigen Titel „Weltmeister der Panikmeldungen“ attestiert.

links: Dr. Helmut Krause; rechts: Prof. Dr. Walter Krämer,
Manfred Junkert
Unsicherheit und fehlende Beeinflussbarkeit bzw. Unfreiwilligkeit erhöhten zudem das Risiko, dass wir uns vor gewissen Dingen fürchten. Das Adjektiv ‚künstlich’ gelte dabei häufig per se als schlecht und gefährlich – ein Automatismus, der vor allem bei der Ernährung immer wieder zu Irritationen führe. Bei der Zusammensetzung von Schuhen wies Krämer auf die immer feineren Analysemethoden hin. Dass Schuhe für Menschen giftig sein könnten, hält der Wissenschaftler jedoch für fraglich: „Man müsste Schuhe schon essen, um Schaden zu erleiden.“
Offenbach, 12. Dezember 2011
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