Initiative passender Schuh

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Presse

Die Pressekonferenz zur Initiative passender Schuh fand
am 18. August 2010 in Frankfurt statt.

Presseunterlagen zum Download: (90MB)

 

Sammlung von Presseveröffentlichungen am 18.8.2010

Teil 1:
Teil 2:

 


DSI bei Welt der Wunder

Am 17. April drehte sich in der Sendung Welt der Wunder alles um das Thema Schuhe. Von der Fertigung eines perfekten Schuhs über die richtige Pflege bis zur Auswahl des korrekten Schuhwerks für verschiedene Anlässe und Personen hält Welt der Wunder Wunder nützliche Tipps für den Alltag bereit.

Im Mittelpunkt der Sendung steht die vom DSI lancierte Initiative Passender Schuh. Neben Interviews mit verschiedenen Herstellern, darunter auch mit Projektpartnern der Initiative, gibt die Sendung praktische Antworten auf die Frage ‚Wie finde ich meinen passenden Schuh?‘.

Offenbach, 18. April 2011


Initiative Passender Schuh stößt auf großes Medienecho

Ob zu klein oder zu groß, zu eng oder zu weit – Schuhe müssen genau passen, damit wir uns in unserer Haut so richtig wohl fühlen. Damit unser gesamtes Wohlbefinden langfristig gesichert ist. Leider tragen 80% der deutschen Bevölkerung nicht passende Schuhe, was neueste Studien des  PFI (Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens) an über 10.000 Füßen belegen. Was aber noch viel schlimmer ist: Den meisten Menschen ist dies gar nicht bewusst.


Informierten die Presse über die Initiative Passender Schuh: Dr. Monika Richter (PFI), Manfred Junkert (DSI),
Dr. Claudia Schulz (DSI)), Dr. Norbert Becker (Institut für angewandte Biomechanik, Tübingen)

Das Deutsche Schuhinstitut (DSI) sieht hier eine dringende Notwendigkeit, Aufklärungsarbeit für mehr ‚Fuß- und Schuhbewusstsein’ zu leisten. Deshalb hat das DSI zusammen mit einer Reihe von namhaften Herstellern und Handelspartnern die ‚Initiative Passender Schuh’ ins Leben gerufen. Die gemeinschaftliche Aktion informiert umfassend über den Zusammenhang zwischen dem Wohlbefinden der Füße und passenden Schuhen. Die Initiative Passender Schuh wurde am Mittwoch, 18. August in Frankfurt am Main mit einer breit angelegten Medien-Kampagne und der Veröffentlichung des Buchs ‚Wie finde ich meinen passenden  Schuh‘ gestartet.

    

Bei der DSI-Pressekonferenz im Dachcafé der Zeilgalerie waren viele bedeutenden TV-, Radio- und Printmedien vertreten. HR1, SWR, RTL oder der Nachrichtensender N24 berichten noch am selben Tag über die Initiative Passender Schuh. Im Hörfunk war und ist die DSI-Initiative Bestandteil der tagesaktuellen Nachrichtensendungen. Auch die Printmedien, darunter namhafte Tageszeitungen und Presseagenturen (dpa), widmen der Initiative Passender Schuh einen prominenten Platz in ihrer Berichterstattung.

DSI/cs 18.08.2010

 


Der Deutsche Fußreport: 80 Prozent der Deutschen tragen unpassende
Schuhe – die Initiative Passender Schuh klärt auf und hilft

Insgesamt 10.400 Füße wurden für den Deutschen Fußreport untersucht – es ist die größte Fußmess-Aktion der Bundesrepublik. Das Deutsche Schuhinstitut (DSI) und der Bundesverband der Deutschen Schuhindustrie (HDS) veröffentlichten am 18. August in Frankfurt die Ergebnisse. Besonders auffällig: 82 Prozent der Bevölkerung laufen in Schuhen, die ihnen nicht richtig passen, zwei Drittel tragen zu große Schuhe. Das DSI hat auf diese alarmierenden Zahlen reagiert und eine breit angelegte Informationskampagne ins Leben gerufen – die Initiative Passender Schuh. Deren Ziel ist es, mit Hilfe eines aufklärenden Buches und durch gezielte Medienarbeit die Bevölkerung für die Gesundheit ihrer Füße zu sensibilisieren.

Frankfurt am Main, 18.08.2010. In den Industriestaaten leiden 60 Prozent der Erwachsenen an Fußproblemen, obwohl 98 Prozent von ihnen mit gesunden Füßen zur Welt kommen. „Experten gehen davon aus, dass falsches Schuhwerk die Hauptursache dafür ist “, sagt Dr. Monika Richter. Die Forscherin leitete den Deutschen Fußreport, untersuchte dazu mit dem renommierten Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens (PFI) und mit dem Bekleidungsphysiologischen Institut Hohenstein die Füße von 3.398 Frauen und 1.585 Männern. Die Probanden wurden zufällig in Schuhgeschäften, Betrieben, Arztpraxen und Universitäten an 57 Orten quer durch Deutschland angesprochen, um einen repräsentativen Querschnitt zu erhalten. „Wir haben bei jeder Testperson beide Füße mit einem 3D-Scanner von der kleinen Zehe bis zum Knie vermessen“, erklärt die Studienleiterin. Auch Alter, Körpergröße und Gewicht wurden aufgenommen.

 

Menschen werden größer, Füße nicht!

Die Deutschen sind während der letzten Jahrzehnte größer und fülliger geworden. Weil sich dadurch auch die Anforderungen an unsere Kleidung geändert haben, wurden die Kleidergrößen immer wieder angepasst, zuletzt erst 2009. Das trifft allerdings nicht auf die Schuhgrößen zu. Dort stammen die letzten publizierten Ergebnisse von repräsentativem Charakter aus dem Jahr 1966, als in der DDR die Füße von 4.150 Menschen vermessen wurden. „Darum war ein Ziel unserer groß angelegten Studie herauszufinden, ob nicht nur die Menschen, sondern auch ihre Füße größer geworden sind“, sagt Dr. Richter. Ihre Antwort: „Nein. Obwohl die jüngeren Frauen im Durchschnitt größer sind als die älteren Generationen, bleibt die durchschnittliche Fußlänge konstant. Das gilt auch für die Männer“, so Dr. Richter. Allerdings hat der Fußreport ergeben, dass sich Volumen, Breite und Umfang der Füße vergrößert haben. Es gibt eine Verschiebung zu breiteren Füßen. Häufigste Größen bei Frauen sind 38 und 39, die meisten Männer tragen 42. Regionale Unterschiede bezüglich der Fußgröße wurden nicht festgestellt.

 

Zwei Drittel der Deutschen tragen zu große Schuhe

Der Fuß ist das Gegenstück zur Hand. Ein hoch ausgebildetes, sensibles Körperteil, mit dem wir tasten, greifen und fühlen können. Dennoch behandeln die meisten Menschen ihre Füße wie ein ungeliebtes Kind, wie der Deutsche Fußreport belegt: Nur bei einem Fünftel der Probanden stimmt die Schuhgröße, die am häufigsten gekauft wird, auch mit der anatomisch korrekten überein. Rund 82 Prozent kaufen und tragen Schuhe in einer Größe, die nicht ihren Maßen entspricht.  Dabei wählen die Deutschen mehrheitlich zu große Schuhe, insbesondere die Männer. 75 Prozent von ihnen laufen in zu großen bzw. zu langen Schuhen, bei den Frauen sind es 60 Prozent. Zu kleine Schuhe tragen laut Studie 20% der Frauen und 12% der Männer.

 

Zu groß ist genauso schädlich wie zu klein

Dass zu kleine Schuhe dem Fuß nicht gut tun, ist den meisten Menschen bekannt. Dr. Norbert Becker, Orthopäde und Fußspezialist aus Tübingen erklärt: „Die Füße werden gequetscht und die Zehen gestaucht. Weil die Muskeln, die die Zehen bewegen, ihren Ursprung in den Waden haben, können eingeschränkte Zehen zu Durchblutungsstörungen in den Beinen führen.“ Wenn zu kleine Schuhe dauerhaft getragen werden, könnte dies laut Becker zu Fußformationen wie Hallux Valgus (Schiefzehe) oder Hammerzehen führen. Beim Hallux Valgus wird die Großzehe immer mehr zur Fußinnenseite gedrückt und der Ballen wölbt sich nach außen. „Manche Menschen laufen jahrelang ohne Probleme mit einer Schiefzehe“, sagt Dr. Becker. „Aber die Fehlstellung kann auch zu einer starken Abnutzung des Gelenkknorpels und zu Arthrose führen. Dadurch, dass der Schuh am Ballen drückt und reibt, können zusätzlich Entzündungen, Schwellungen und sogar Knorpelschäden entstehen.“

Allerdings sind zu große Schuhe nicht minder schädlich für den Fuß. Orthopäde Dr. Becker erklärt: „Sind die Schuhe zu weit, findet der Fuß keinen Halt und rutscht in den zum Abrollen gedachten Leerraum im Schuh, die so genannte Zugabe. Dadurch werden die Zehen bei jedem Schritt genauso gestaucht, als sei der Schuh zu klein. Gleichzeitig ist an der Ferse zu viel Platz, so dass der Fuß aus dem Schuh schlappt. Ist der Schuh dagegen zu lang, behindert er den Fuß beim Abrollen.“ Dies könne den Gang verändern und die Gelenke stärker belasten. „Nach längerer Zeit kann der Vorfuß im schlimmsten Fall sogar versteifen.“

 

So finden Sie den richtigen Schuh

Um dem eigenen Fuß etwas Gutes zu tun, sollte man zuerst die eigene Schuhgröße in einem guten Schuhgeschäft messen lassen. „Vor den Zehen muss genügend Zugabe zum Abrollen sein, aber auch nicht zu viel. 10 Millimeter sind ideal“, sagt Dr. Becker. Am Ballen und an der Ferse muss der Schuh fest sitzen, vor allem bei höheren Absätzen darf die Ferse nicht herumwackeln, da man sonst leicht umknicken kann. „Ein passender Schuh hält den Fuß vor allem im Ballenbereich, der breitesten Stelle des Fußes, fest. Dabei darf er nicht drücken“, so Becker.

Der Fußspezialist weist darauf hin, dass auch die Uhrzeit beim Schuhkauf eine Rolle spielt: „Unsere Füße sind abends dicker als am Morgen. Darum sollte man Abendschuhe abends kaufen, um zu verhindern, dass sie später zu eng sind.“ Schuhe, die den ganzen Tag über getragen werden, kauft man am besten nachmittags. „Kauft man sie morgens, können sie abends zu eng sein. Kauft man sie abends, können sie morgens zu weit sein“, sagt Becker. „Grundsätzlich gilt: Ist ein Schuh zu eng, sollte das nicht mit einer Nummer größer ausgeglichen werden, sondern mit einem weiter geschnittenen Modell. Bei einer zu großen Weite dagegen sollte niemals zu einer kürzeren Länge gegriffen werden.“

 

Die „Initiative Passender Schuh“ klärt auf

Die Menschen wissen zu wenig über die Auswirkungen von schlecht sitzenden Schuhen, sonst würden nicht 82 Prozent zu große oder zu kleine Schuhe tragen. „Das ist aber auch kein Wunder. Schließlich gibt es außerhalb von Fachkreisen kaum Bücher oder Artikel über das richtige Schuhwerk“, sagt Manfred Junkert, Geschäftsführer des Deutschen Schuhinstituts. Darum hat das Deutsche Schuhinstitut zusammen mit einer Reihe namhafter Hersteller die „Initiative passender Schuh“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Gesundheit erwachsener Füße zu erhalten und über Füße, Schuhe und den richtigen Sitz zu informieren.

„Verbraucher setzen oft Schuhgröße mit der Länge gleich. Die Folge ist, dass ein zu weiter oder enger Schuh durch eine kleinere oder größere Nummer passend gemacht wird. Das ist aber ungesund“, sagt Manfred Junkert. Dementsprechend setzt sich die „Initiative Passender Schuh“ dafür ein, Schuhe, zusätzlich zur Längenangabe, konsequent mit einer Weitenangabe zu versehen, um den Verbrauchern eine bessere Orientierung zu geben.

Weitere Informationen über den Deutschen Fußreport sind in vielen Schuhhäusern und über das Deutsche Schuhinstitut erhältlich.

Pressekontakt:
Deutsches Schuhinstitut
Dr. Claudia Schulz
Berliner Str. 46, 63065 Offenbach
Tel.: 069 / 82 97 41 – 10
E-Mail: c.schulz [at] schuhinstitut.de

 

 
 
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